Aslı Aymaz

Germanistik, Geschichte, Pädagogik
Ruhr-Universität Bochum

»Die ewig unerforschbare Unendlichkeit« – Zur Anthropologie des jungen Wilhelm von Humboldt [Arbeitstitel]

Aslı Aymaz studierte Germanistik, Geschichte und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum. Magisterarbeit zum Thema „… sich die Wunder der Welt zu erklären und der menschlichen Gesellschaft Gestalt zu geben…– Johann Gottfried Herders und Friedrich Schillers Geschichtstheorie zwischen Gesellschaftskritik und Autonomieästhetik“. Seit April 2007 Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und Lehrbeauftragte am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität. Seit Oktober 2007 assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg des Humanismus-Projekts.

Dissertation

»Die ewig unerforschbare Unendlichkeit« – Zur Anthropologie des jungen Wilhelm von Humboldt [Arbeitstitel]
(Betreut von Prof. Dr. Benedikt Jeßing, Ruhr-Universität Bochum, und Prof. Dr. Gerhard Plumpe, Ruhr-Universität Bochum)

Das Menschenbild Wilhelm von Humboldts (1767-1835) geht bis in die Jahre 1807/08 aus einem komplexen ideengeschichtlichen Kontext hervor, den Humboldt in teils Fragment gebliebenen Schriften erörtert. Bildungs-, geschichts-, literatur- und kulturtheoretische Überlegungen gehen mit einem vielschichtigen Bild des griechischen und römischen Altertums einher. Die Verkörperung des Individuellen im einzelnen Menschen wird mit der Forderung konfrontiert, in der Entfaltung der Individualität zugleich zur Entwicklung der Menschheit beizutragen, ohne dabei einem explizit genannten telelogischen Ziel zu folgen. Diese komplizierte Aufgabe möchte Humboldt durch die Etablierung einer Wissenschaft der Charakterschilderung und einer vergleichenden Anthropologie lösen. Als Folie für seine Kulturtheorie dient seine Bildungsauffassung, die geschult an der Terminologie Fichtes, eine Anthropologie der Subjektivität entwirft und die Spannungen, die sich aus der Unbestimmtheit der ungewissen Zukunft des einzelnen ergeben, zu überbrücken versucht.

Die zentrale Fragestellung der Arbeit besteht insbesondere darin, wie sich die anthropologischen Vorstellungen Humboldts in seinen zu unterschiedlichen Kategorien verfassten Schriften abzeichnen.




gefördert durch:

Mercator Stiftung

Projektträger:

Kulturwissenschaftliches Institut NRW