Lateinamerikastudien
Universität Köln
Politische und religiöse Alterität als hermeneutische Herausforderung:
Die indianischen Völker Abia Yalas
Elisabeth Steffens studierte Regionalwissenschaften Lateinamerika an der Universität Köln. Studienaufenthalte in Mexiko, Guatemala, Ecuador und Bolivien. Diplomarbeit über die mexikanische Währungskrise 1994. Promotionsprojekt an der Universität Bremen zum Thema "Politische und religiöse Alterität als hermeneutische Herausforderung: Die indianischen Völker Lateinamerikas". Seit 1997 Assistentin im Lateinamerikareferat des Missionswissenschaftlichen Institutes Missio e.V. in Aachen. Seit April 2006 assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg des Humanismus-Projekts.
Dissertation
Publikationen
Ausgelöst durch die geplanten Gedenkfeiern an die Entdeckung und Eroberung Lateinamerikas vor 500 Jahren entstand um 1992 eine kritische Bewegung, die die Emanzipationswelle indigener Völker begünstigte. Vor allem in Ecuador, Mexiko und Bolivien wurden sie zu politischen Subjekten. Diese Entwicklung wirft einige Fragen auf: Wie konnten diese Völker ihre Identitäten nach mehr als 500 Jahren der Auslöschung und Diskriminierung erhalten? Wie gingen europäische und lateinamerikanische Denker mit ihrer Andersheit während der Zeiten der Kolonialisierung und der Nationalstaatenbildung um? Wie kann ihr Recht auf Selbstbestimmung heute verwirklicht werden?
Dazu werden die Positionen nicht-indigener Denker aus der Sicht der interkulturellen Philosophie untersucht (1. und 2. Kapitel). Auf der Grundlage der historischen Situationen von Nicht-Verstehen, werden dann politisch-juristische Wege der Anerkennung auf nationaler und internationaler Ebene untersucht (3. Kapitel). Schließlich erfolgt eine Analyse des neuen Phänomens der indigenen Theologien, besonders die der Maya in Zentralamerika, um Möglichkeiten und Grenzen von religiöser Anerkennung aufzuzeigen. (4. Kapitel).
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