Michael Eze

Philosophie
Universität Witten/Herdecke

On the Historicity of Ubuntu Philosophy as an Expression of African Humanism within the Socio-Political and Cultural Development of South Africa

Michael Eze studierte Psychologie und Anthropologie (BA) an der University of South Africa und Philosophie (MA) an der University of Pretoria in Südafrika. BA (honors) der Jesuit School of Philosophy in Zimbabwe (assoziiert mit der University of Zimbabwe). Seine Forschungsinteressen liegen in den Themenfeldern Ethik, Geschichte und politische Theorie. Seit April 2006 Stipendiat im Graduiertenkolleg des Humanismus-Projekts, zunächst als Kurzzeit-Stipendiat, seit Oktober 2006 als Vollstipendiat.


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Dissertation

Über die Historizität der Ubuntu-Philosophie als Ausdruck des afrikanischen Humanismus innerhalb der soziopolitischen und kulturellen Entwicklung Südafrikas (Übers. d. engl. Titels)

Die südafrikanische Post-Apartheid-Vision von Geschichte ist eine dreifache: Sie handelt (1.) von ihrer Herkunft als Nation, (2.) von ihrem Kampf während der Apartheid, und (3.) von ihrem Aufstieg als demokratischer Staat. Eng verbunden mit dieser dreifachen Vision ist die Suche nach einer nationalen Identität; eine in sich geschlossene Selbstdefinition, die sich an die Ungerechtigkeit der Vergangenheit wendet, indem sie an eine gemeinsame Kultur von geschichtlicher Grösse, Traditionen oder Werten appelliert, aus denen sie ihre Selbstdefinition bezieht.

Meine Dissertation historisiert eine afrikanische kulturelle Tradition (Ubuntu) als einen postkolonialen Diskurs innerhalb des soziopolitischen und kulturellen Kontextes von Südafrika. Ubuntu zu historisieren beinhaltet den Kontext zu verstehen, in dem es entstand. Dieser Kontext ist ein postkolonialer und postkolonial ist insofern historisch, als es einen Diskurs darstellt, der von der Dekonstruktion der Geschichtsschreibung abhängig ist. Das begriffliche Schema dieser Ideologie als einem postkolonialen Diskurs is zugleich Spiegel und Nachhall der Erfahrung mit der Hegemonie der Apartheid. Als Nachhall dieser Hegemonie wird Ubuntu zu einer Antwort auf das koloniale Bewusstsein der Apartheid. Darüberhinaus wird Ubuntu, indem es als ein postkolonialer Diskurs historisiert wird, eine Ideologie, die das nationale Bewusstsein dadurch repräsentiert, dass es ein Medium für die nationale Identifikation bietet und eine Fanfare für den Aufstieg des neuen Nationalismus wird, wo Nationalismus ein Ersatz für soziale Bindung und Integration durch Tradition wurde.



gefördert durch:

Mercator Stiftung

Projektträger:

Kulturwissenschaftliches Institut NRW