Maren Borggräfe

Theaterwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft
Freie Universität Berlin, Universität Witten/Herdecke

Human Capital und Human Values.
Zur "Wiederverzauberung" von Unternehmenskultur durch strategische Inszenierung

Maren Borggräfe, geboren 1977, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin und am University College London. Studium der Erwachsenenpädagogik mit Schwerpunkt Personalentwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach dem Studium dreijährige Tätigkeit bei DaimlerChrysler in den Bereichen Personalmarketing und Interne Kommunikation. Seit 2006 Koordinatorin des Forschungsverbunds „Theater und Fest in Europa“ an der Freien Universität Berlin. Von April bis Dezember 2008 Forschungsaufenthalt in Paris. Promotion an der Universität Witten/Herdecke und Stipendiatin im Graduiertenkolleg des Humanismus-Projekts seit Juni 2006.

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Dissertation

Human Capital und Human Values.
Zur „Wiederverzauberung“ von Unternehmenskultur durch strategische Inszenierung

(Betreut von Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath, Universität Witten/Herdecke)

Sowohl in wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Theorie als auch in der betrieblichen Praxis dominiert der rationalistisch instrumentalisierende Umgang mit Unternehmenskultur. Dieser wird jedoch selten den Menschen, die in Unternehmenskulturen arbeiten und leben, gerecht. Die Dissertation setzt dieser Tendenz einen neuen kulturwissenschaftlich-ästhetischen Zugang entgegen. Leitgedanke hierbei ist die „Wiederverzauberung“ der Unternehmenskultur, ein Topos, der an Max Webers These von der Entzauberung der Welt anknüpft.
Ausgehend von einem erweiterten Verständnis von Kultur und Ästhetik wird Kultur als Inszenierung begriffen, die in einem ständigen Prozess von Aufführungen durch ihre Mitglieder emergiert. So kann Unternehmenskultur als performative Aufführung und strategische Inszenierung von Werten, Emotionen, Haltungen und Handlungsprinzipien durch alle am Unternehmen beteiligten Individuen verstanden werden.



gefördert durch:

Mercator Stiftung

Projektträger:

Kulturwissenschaftliches Institut NRW