Germanistik / Literaturwissenschaft
Universität Duisburg-Essen
Von der interkulturellen zur transkulturellen literarischen Hermeneutik
Olga Iljassova studierte deutsche und englische Philologie in Russland an der Staatlichen N.G. Tschernyschewski-Universität zu Saratow, Campus Balaschow. 2004 begann sie ihre Promotion zum Thema „Interkulturelle literarische Hermeneutik" an der Universität Duisburg-Essen im Bereich Neuere Deutsche Literatur. Während der Promotion Tätigkeiten als Lehrbeauftragte an der Universität Duisburg-Essen, hauptsächlich im Bereich Deutsch als Zweit- und Fremdsprache. Mitarbeit am Jandl-Institut an der Universität Duisburg-Essen. Betreuung der Webseite „Poet in Residence" und redaktionelle Tätigkeiten im Rahmen verschiedener Projekte. Seit April 2006 assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg des Humanismus-Projekts.
Dissertation
Publikationen
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Von der interkulturellen zur trankulturellen literarischen Hermeneutik
In meinem Dissertationsprojekt setze ich mich mit der Frage auseinander, inwieweit der kulturelle Hintergrund der Leser ihre Rezeption literarischer Werke beeinflusst. Als erstes gebe ich einen Überblick über die existierenden interkulturellen hermeneutischen Konzepte, die sich speziell dem verstehen literarischer Werke zuwenden. Ich beschreibe problematische Aspekte dieser Konzepte und versuche alternative Modelle zu finden.
Für die Beschreibung der interkulturellen Verstehensprozesse durch das Medium Literatur gebrauche ich u. a. die Kategorien „kulturelle Alterität“ und „poetische Alterität“ (N. Mecklenburg). Auf der einen Seite wende ich mich verschiedenen soziokulturellen Prozessen zu, die in der Epoche der Globalisierung immer schneller voranschreiten und u. a. in solche Erscheinungen wie Transkulturalität (W. Welsch), Glokalisation (R. Robertson), globale Ökumene (U. Hannerz) resultieren. Auf der anderen Seite sollen spezifische Besonderheiten fiktionaler Texte und der beim Lesen entstehenden Verstehenssituation sowie die transkulturellen Potenziale des literarischen Verstehens mehr berücksichtigt werden. Um alternative hermeneutische Zugangsweisen an die interkulturellen literarischen Verstehensprozesse zu entwickeln, greife ich auf die Ansätze von U. Japp, P. Ricœur und W. Iser zurück.
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