Dr. phil. Jan Hendrik Heinrichs

Geboren 1975 in Gelsenkirchen. Studium der Betriebswirtschaftslehre, Sprach- und Kommu-nikationswissenschaften und Philosophie sowie der Physik in Lüneburg und Essen. M.A. (Lüneburg) 1999. Promotionsstipendiat im DFG-Graduiertenkolleg europäische Gesellschaft. Dr. phil 2004 an der Universität Duisburg-Essen mit einer Arbeit zu Fragen der distributiven Gerechtigkeit. Ab 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen, seit 2005 Universität Erfurt. 2006 Visiting Scholar an der University Chicago.


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AG Projekt

„Enhancement: Ein Begriff, zwei Debatten“.

Das Projekt unternimmt die Differenzierung zweier Debatten um den Begriff „Enhancement“. Diese sind die medizinethische Debatte darum, welche medizinischen Handlungen am Menschen ethisch vertretbar sind, und die anthropologische bzw. persontheoretische darum, was die humane Lebensform ausmacht. An der Schnittstelle dieser Debatten werden neben philosophischen Erkenntnissen auch philosophische Probleme und Scheinprobleme generiert. So wird auf der medizinethischen Seite aus Erkenntnissen über biomedizinische Interventionen beim Menschen versucht, auf die Eigenschaften der humanen Lebensform zu schließen, und auf anthropologischer Seite wird die Selbstinterpretation des Menschen umstandslos in medizinethische Vorgaben umgemünzt. Es gilt daher, die Zuschreibungskriterien für „humane Lebensform“ und „Mensch“ zu schärfen und die Rolle und Reichweite bioethischer Fragestellungen in Bezug zu denjenigen einer Anthropologie oder Philosophie der Person zu stellen.



gefördert durch:

Mercator Stiftung

Projektträger:

Kulturwissenschaftliches Institut NRW