Geschichte
Universität Witten/Herdecke
Schwert und Feder.
Die Chronisten Seiner Majestät, des Königs von Kastilien, und die rechtlichen Auswirkungen der Geschichtsschreibung der Neuen Welt im 16. Jahrhundert
Aaron Bustamante, geboren 1973 in Mexiko, studierte Geschichte an der Universität von Sonora und der Autonomen Universität von Mexiko Stadt (UAM), mit einem Schwerpunkt auf Kulturgeschichte. Magisterarbeit bei Herrn Prof. Dr. Saúl Jeräonimo Romero zum Thema "Vindicación. Análisis historiográfico de un género para el desagravio, la identidad, y la muerte". Forschungsaufenthalte in Spanien und den USA. Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Geschichte und Anthropologie der Universität von Sonora und El Colegio de Sonora, Forschungszentrum für Sozialwissenschaften in Hermosillo, Sonora, bei Dr. Ignacio Almada Bay. Seit 2003 Doktorand am KWI als Stipendiat des Promep-Programms (Programm der mexikanischen Regierung für die Förderung junger Wissenschaftler an Universitäten außerhalb Mexiko Stadt). Seit April 2004 assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg des Humanismus-Projekts.
Dissertation
Publikationen
Schwert und Feder.
Die Chronisten Seiner Majestät, des Königs von Kastilien, und die rechtlichen Auswirkungen der Geschichtsschreibung der Neuen Welt im 16. Jahrhundert
(Betreut von Prof. Dr. Jörn Rüsen, KWI)
Diese Dissertationsschrift setzt sich mit dem Leben, Handeln und den Werken dreier im Dienste der spanischen Krone stehenden Chronisten des 16. Jahrhunderts auseinander und rekonstruiert die Entstehung eines neuen Typus von Historiographie und dessen pragmatischen Anwendungsbereich und politische Funktion während der Eroberung der Neuen Welt. Durch die Erklärung des Reziprozitätsverhältnisses, das zwischen der kastilischen Krone und ihren Untertanen damals bestand, ist in diesem Beitrag erläutert, wie die Geschichtsschreibung, die anlässlich der Entdeckung Amerikas in der kolonisierenden Gesellschaft entstand, juristische und materielle Auswirkungen auf die an der Eroberung Beiteiligten hatte. Hauptthese der Dissertation ist, dass Berichte, die zunächst zur Verwaltung der westindischen Provinzen gedient haben, im Laufe der Zeit immer mehr den Charakter einer historiographischen Gattung angenommen haben, und dass die so entstandene Konzeption der Geschichte ein neues Paradigma des historischen Denkens darstellte.
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